Die versteckten Kosten einer Gasheizung, über die niemand spricht

Wenn Menschen vergleichen, ob sich Infrarotpaneele lohnen, vergleichen sie fast immer nur den reinen Kilowattstundenpreis von Gas und Strom. Das ist ein fundamentaler Fehler, weil eine Gasheizung enorme versteckte Kosten hat, die in keiner Werbung auftauchen. Erst wenn Sie alle Kosten ehrlich zusammenrechnen, sehen Sie, wie günstig eine elektrische Direktheizung wirklich ist.

Was eine Gasheizung wirklich pro Jahr kostet

Stellen Sie sich vor, Sie haben eine moderne Gasheizung. Sie zahlen nicht nur das Gas, das Sie verbrauchen. Sie zahlen jedes Jahr etwa einhundertzwanzig Euro Grundgebühr für den Gaszähler, auch wenn Sie gar nicht heizen. Sie zahlen alle zwei Jahre etwa einhundertachtzig Euro für den Schornsteinfeger, der gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie zahlen jedes Jahr etwa zweihundert Euro für die Wartung durch den Heizungsbauer, weil sonst die Garantie erlischt. Und Sie müssen alle fünfzehn Jahre mindestens zwölftausend Euro für einen neuen Brennwertkessel zurücklegen. Rechnet man das alles zusammen, kostet Sie eine Gasheizung jedes Jahr etwa sechshundert bis siebenhundert Euro an Fixkosten, bevor Sie auch nur einen einzigen Kubikmeter Gas verbrannt haben. Eine Infrarotheizung hat null Euro Fixkosten. Kein Schornsteinfeger, keine Wartung, keine Grundgebühr, keine Abgasmessung.

Die CO2-Steuer wird Gas in den nächsten Jahren unbezahlbar machen

Der wichtigste Faktor für die Zukunft ist die CO2-Steuer. Im Jahr 2024 lag sie bei fünfundvierzig Euro pro Tonne, im Jahr 2026 liegt sie bereits bei fünfundsechzig Euro und ab 2027 wird sie frei am Markt gehandelt. Experten erwarten einen Preis von über einhundertzwanzig Euro pro Tonne bis 2030. Für ein durchschnittliches Haus mit einem Gasverbrauch von fünfzehntausend Kilowattstunden bedeutet das eine zusätzliche Belastung von über fünfhundert Euro pro Jahr allein durch die CO2-Steuer. Diese Steuer gibt es für Strom aus Ihrer eigenen Photovoltaikanlage nicht. Wenn Sie also heute eine neue Gasheizung kaufen, kaufen Sie sich ein System, das jedes Jahr teurer wird, während Strom durch die eigene Solaranlage jedes Jahr günstiger wird.

Warum sich Infrarot selbst ohne Photovoltaik rechnet

Selbst wenn Sie keine Photovoltaikanlage haben, lohnt sich die Rechnung. Nehmen wir an, Ihre alte Gasheizung ist kaputt und Sie müssen entscheiden. Option A kostet zwanzigtausend Euro für eine neue Gasheizung. Option B kostet achttausend Euro für Infrarotpaneele. Sie haben also zwölftausend Euro mehr auf dem Konto, wenn Sie sich für Infrarot entscheiden. Legen Sie diese zwölftausend Euro mit vier Prozent Zinsen an, erhalten Sie jedes Jahr vierhundertachtzig Euro Zinsen.

Diese Zinsen bezahlen fast die komplette Differenz zwischen den höheren Stromkosten und den niedrigeren Gaskosten. Sie heizen also faktisch kostenlos mit dem Geld, das Sie bei der Anschaffung gespart haben. Nach fünfzehn Jahren ist Ihre Gasheizung wieder kaputt und Sie müssen erneut zwölftausend Euro investieren, während Ihre Infrarotpaneele noch weitere fünfzehn Jahre laufen, weil sie eine Lebensdauer von über dreißig Jahren haben. Erst wenn man über einen Zeitraum von zwanzig Jahren rechnet, versteht man, warum immer mehr Energieberater ihren Kunden im Neubau keine wasserführende Heizung mehr empfehlen.

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